WmdedgT – März 2025

Fünfter März, und wie an jedem fünften will Frau Brüllen wieder wissen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. Bitte sehr:

Ich bin halb fünf morgens aufgewacht, nicht wieder eingeschlafen, und um sieben Uhr aufgestanden. Entsprechend mies war ich gelaunt.
Hühner aus dem Stall gelassen, Hunde rausgelassen und dann gefüttert, größere Mengen Kaffee gegen die Müdigkeit getrunken.

Dann habe ich so aufregende Sachen gemacht wie Bad geputzt, Fenster geputzt, Wäsche gewaschen.

Im Zimmer neben der Küche, das gerade renoviert wird, lag der erste abgeschliffene und lasierte Balken, der unter die Decke soll. Die Dinger wiegen pro Stück 50 Kilo, sind also nicht gerade einfach zu bewegen. Hier war er immerhin schonmal in Höhe von 1,80m auf dem Gerüst und einem Stützbalken zwischengelagert:

Ich bin dann mit den Hunden losgegangen, bei sehr schönem Frühlingswetter:

Als wir wieder zuhause ankamen, hatten Leo und unser momentaner Mitbewohner inzwischen den Balken unter der Decke befestigt:

Nachdem wir was gegessen hatten, wurden draußen weiter Balken abgeschliffen, und ich habe genäht, weiter Kaffee gegen die Müdigkeit getrunken und zwischendurch vor der Balkontür unseres Arbeitszimmers den Fliegenvorhang wieder montiert. Auf dem Balkon wurde Siesta gemacht:

Ja, der Balkon könnte mal wieder ent-moost werden.

Leo und Tobi waren später noch mit den Hunden unterwegs und einkaufen. Zu Essen gab es dann abends Nudeln mit Ofengemüse und Burrata:

Und jetzt bin ich sehr müde.

Der Rest vom Februar 2025

Zum Monatsende wie üblich noch ein paar Fotos (mit ein paar Worten) aus diesem Februar.

Zunächst mal Wetter: Das ging von zugefrorenen Pfützen bis hin zu Temperaturen von 20 Grad; von schönstem Sonnenschein, so wie hier:

… zu so einem Himmel:

Kurz nachdem das Foto entstand, kam solch ein Regen-Graupelgemisch von oben, dass die Regenjacke kein großer Schutz war.


Es blüht schon heftig überall:

… und der Quittenbaum bekommt als erster der Obstbäume grüne Blätter:

Als es so warm war, habe ich sogar schon ums Haus herum Rasen gemäht – ich kann mich nicht erinnern, das schonmal im Februar gemacht zu haben.


Leider sind innerhalb von wenigen Tagen zwei unserer Hühner gestorben, eins davon sicherlich altersbedingt, denn es war eins unserer allerersten Hühner, also vom März 2018, und sieben Jahre ist schon nicht wenig für ein Huhn. – Die anderen sind wohlauf; hier sieht man, wie sie immer erwartungsvoll angerannt kommen, wenn sie uns sehen (und man hört, wie laut die Vögel schon zwitschern):


Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button von dort geladen und abgespielt.

Nach meinen ersten Flöten-Versuchen habe ich mir nun noch eine Alt-Flöte gekauft und arbeite fleißig und fast täglich den Flöten-Kurs ab, den Leo mir geschenkt hat. Sie ist erheblich größer als die kleine Sopranflöte und ist gar nicht mal so einfach zu greifen:


Als ich ziemlich frisch meinen Führerschein hatte, also vor vielen, vielen Jahrzehnten, bat mich der Bruder meiner Freundin, dass ich mit seinem Autobianchi A112 zum TÜV fahre und dazu am besten einen Minirock anziehe (jajaja, das war halt eine andere Zeit …). Da er mir das schicke Auto auch schon mal geliehen hatte, tat ich das natürlich, aber leider kam das Auto damals nicht durch den TÜV. Ob das nun am Auto lag oder an meinem Minirock … 😂🤣 Jedenfalls war ich vor zwei Wochen mit unserem Trafic bei der contrôle technique, also dem französischen Gegenstück zum TÜV, habe allerdings darauf verzichtet, einen Minirock anzuziehen. Genau gesagt besitze ich überhaupt keinen. Und ob es nun an unserem Auto lag oder an meinem fehlenden Minirock … der Trafic hat die Kontrolle fast ohne Mängel bestanden, der nette Prüfer sagte „Elle est comme neuve !“ – der Wagen ist wie neu! Was ja nun nicht so ganz stimmt, aber ich war zufrieden. Damit haben wir erstmal wieder zwei Jahre Ruhe.


Heute morgen wurden uns Balken geliefert, die Leo an die Decke des zu renovierenden Zimmers neben unserer Küche montieren will, nachdem sie gestrichen wurden:

Da trifft es sich gut, dass gerade ein Teilzeit-Mitbewohner angekommen ist, der nun wieder eine Weile bei uns bleiben wird und Leo auch bei den Renovierungsarbeiten hilft.


Zum Schluss noch ein paar Strandfotos von Le Gurp Mitte Februar:

Zwei nicht mehr ganz so junge, aber gut erhaltene Herren im Sonnenuntergangslicht:

Endlich mal wieder eine Blogparade! #blogfragen

Bei Christian habe ich von einer Blogparade gelesen, in der es darum geht, Fragen zum eigenen Blog zu beantworten. Zu dieser Blogparade hat Herr Tommi aufgerufen (dessen Blog ich bislang noch gar nicht kannte), und inzwischen haben sich bei ihm schon einige angesammelt, die seine Fragen beantwortet haben. Die Antworten finde ich zum Teil sehr spannend. Und ich mache auch mit – hier sind meine Antworten:

Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
2002 habe ich angefangen, im Internet Tagebuch-Blogs von anderen zu lesen. Aus Neugierde, wie so ein Blog bzw. Internetseiten überhaupt funktionieren, habe ich mir Bücher gekauft zum Erlernen von HTML, und mit dem Erlernten selbst eine Art Blog erstellt und per FTP zunächst auf kostenlosen Webspace bei Arcor und Tripod hochgeladen. Ab 2003 hatte ich Bezahl-Webspace, anfangs bei „Candan – The Web Company“, die sich damals gerade neu gegründet hatten.

Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Ich nutze WordPress selbstgehostet. Ganz zu Anfang habe ich Pivot und WordPress ausprobiert und mich dann für WordPress entschieden, das gefiel mir besser. Joomla und Typo3 hatte ich auch mal installiert, die fand ich aber komplizierter und viel zu umfangreich nur für einen Blog. WordPress nutze ich seit seinen Anfängen; ich erinnere mich noch daran, wie genial es war, als es in einer neuen Version dann die Möglichkeit gab, auch statische Seiten anzulegen, und nicht nur Blogbeiträge zu schreiben. Man konnte anfangs so viel selbst machen mit der Software, wenn man sich ein wenig mit PHP auskannte, was ich inzwischen angefangen hatte zu lernen. Durch den Blog habe ich auch einige andere WordPress-Freaks kennengelernt, und es hat Spaß gemacht, ständig irgendwelche Plugins oder Funktionen zu testen, die sie entwickelt hatten.

Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Auf blogger.com, nicht lange und nicht ernsthaft, hauptsächlich um es auszuprobieren.

Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Direkt im Blog mit der „Beitrag erstellen“-Funktion.

Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Mittlerweile schreibe ich ja nur noch selten hier, meist am Monatsfünften und -zwölften zu „Linkpartys“, sowie am Ende des Monats. Inspiration gäbe es wesentlich häufiger, aber es fehlt mir meist an der Zeit, die Inspiration umzusetzen in einen Blogbeitrag.

Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Meistens sofort, also am Monatsfünften bzw. -zwölften (s.o.). Für den Monatsendbeitrag sammele ich in einem Entwurf.

Über welche Themen schreibst Du generell?
Über unseren Alltag, unser Leben hier in Frankreich.

Für wen schreibst Du?
Für mich selbst als „Nachschlagewerk“, und für alle anderen, die es interessiert, was wir hier so machen.

Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Keine Ahnung, ich habe keinen.

Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Ich hatte von 2005 bis 2009 einen Vorgängerblog zu diesem hier, den ich gelöscht habe. Manchmal würde ich gerne nochmal lesen, was ich damals so alles geschrieben hatte, aber leider habe ich keine Sicherung mehr davon, bzw. nur noch auf einer defekten Festplatte. Außerdem habe ich diverse andere Blogs erstellt, z.B. einen Katzenblog für unsere damaligen Katzen, einen Fotoblog, und noch andere, aber die gibt es alle nicht mehr. Ich habe noch einen Extra-Blog für meinen Näh-Kram, in dem es aber nur recht sporadisch neue Inhalte gibt.
Blogpausen von ein paar Wochen gibt es hier ab und zu mal.

Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Nur zu, macht es einfach. Und am besten selbstgehostet, also nicht auf Plattformen wie wordpress.com, blogger oder ähnlichen. Webspace gibt es für wenig Geld, und viele Webhoster bieten WordPress vorinstalliert an. Auch irgendwelche Themes und Plugins zu installieren funktioniert heutzutage ja ganz simpel.

Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Mit dem Design hier bin ich, nachdem ich ein paar mal gewechselt und es angepasst habe, zur Zeit ganz zufrieden. Von WordPress auf etwas anderes umsteigen werde ich sicher nicht, auch wenn ich WordPress mittlerweise total überladen finde. Die einzige Änderung, über die ich ab und zu mal nachdenke, ist die, eventuell alle Bloginhalte auf eine andere Domain umzuziehen, die ich seit längerer Zeit habe (auswanderer.blog). Die momentane Domain gites-cissac-medoc hatte ich damals gewählt, weil wir eigentlich hier in Frankreich Ferienunterkünfte („gîtes“) vermieten wollten, was wir aber nicht mehr tun werden. Aber es gibt irgendwie immer Wichtigeres, als so einen aufwändigen Umzug durchzuführen.

Der Rest vom 14. Februar und noch etwas Vergangenheit

Gestern gab es dann noch eine Überraschung, Leo hatte uns nämlich für abends einen Tisch reserviert im Restaurant Le Saint Julien, das in der Nähe von Pauillac ist, also nicht weit von uns entfernt. Wir gehen ja nun nicht gerade häufig essen; das letzte Mal waren wir in einem Restaurant im März 2022 😄

Es gab ein Menü mit viel Trüffel, Leo hatte das Ganze mit Wein“begleitung“. Vorweg gab es einen Champagner.

Amuse-bouche:

Œufs brouillés à la Truffe:

Noix de Saint-Jacques de Normandie aux Truffes:

Mignon de veau, pommes soleil, crème de foie gras et julienne de Truffes:

Brie de Meaux aux Truffes:

Tartelette framboises bourdaloue:

Sehr lecker war das alles.

Jetzt noch quasi die Fortsetzung der gestrigen Fotos:
Am 15. Februar 2000, also heute vor 25 Jahren, sind Leo und ich nach Mauritius geflogen. Das war die weiteste Reise, die wir je gemacht haben. Meine Erinnerungen an diesen Urlaub sind recht lückenhaft. Woran ich mich noch erinnern kann, ist z.B. die unvorstellbar schwüle Hitze, die uns entgegenschlug, als wir aus dem Flugzeug ausstiegen.

Der tolle Strand, das stürmische Meer, das Schnorcheln im Wasser, wobei wir Horden von Fischen diverser Größen in allen möglichen bunt schillernden Farben gesehen haben. Die Hotelanlage bestand aus kleinen Bungalows direkt am Meer. Es gab eine zentrale überdachte Terrasse, wo es morgens und abends Essen gab. Beim Frühstücksbuffet sahen wir Leute, die sich die Teller so unglaublich vollhäuften, als hätten sie Angst, in den nächsten zwei Jahren nichts mehr zu essen zu kriegen. Der Ausblick hinter unserem Bungalow:

Ein Eiswagen auf einem Wochenmarkt, aus dessen Lautsprechern pausenlos das Lied Jingle Bells erklang:

Überall auf der Insel waren frei herumlaufende Hunde, die auf dem Hotelgelände zum Missfallen des Hotelpersonals während der Mahlzeiten von den Gästen durchgefüttert wurden.

Wir hatten uns zwar vorher internationale Führerscheine besorgt, haben uns dann aber immer von einem netten Taxifahrer durch die Gegend fahren lassen, der dafür nur wenig mehr Geld haben wollte, als ein Leihwagen gekostet hätte. Er sprach sogar ein paar Worte deutsch, er schimpfte häufig über eine Vogelart, die es dort gab und deren Gesang sehr schön war, aber er sagte: »Martinvogel – böser Vogel!« Keine Ahnung mehr, was für ein Vogel das war.

In einem Park gab es Riesenschildkröten:

Wir haben ein hinduistisches Fest miterlebt, zu dessen Anlass jede Menge Obst und andere Lebensmittel zum einen auf Altaren geopfert wurden, und zum anderen auf einem See als Opfergaben auf Blütenblättern treibend langsam im Nebel entschwanden. Eine völlig irre Atmosphäre war das.

Und jetzt Schluss mit den Geschichten und Fotos aus der Vergangenheit 😄

Fünfundzwanzig

Heute ist der 14. Januar 2025. An den 14. Januar im Jahr 2000 kann ich mich noch ganz gut erinnern: Das war ein schöner, sonniger Tag, und Leo und ich sind morgens in die Innenstadt gefahren, um im Frankfurter Römer zu heiraten. Somit sind wir heute also seit 25 Jahren verheiratet – Silberhochzeit, sozusagen. Kaum zu glauben, dass das schon so lange her ist 😮

Wir sind anschließend mit Kindern, Eltern, Trauzeuginnen und -zeugen und Freunden essen gegangen, und als wir danach wieder nach Hause kamen, erwarteten uns merkwürdige Sachen:

Unser Auto war außen mit Wattebäuschen und Klopapier dekoriert, innen war es gefüllt mit Konfetti und Luftballons, und in unserem Bett im Schlafzimmer …

… waren Unmengen von Rosen, Reis und Süßigkeiten.
Seltsame Gebräuche, die uns bis zu dem Zeitpunkt nicht bekannt waren – wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir vielleicht nicht geheiratet 🤣 Wobei wir wohl noch Glück hatten; es soll Fälle gegeben haben, in denen frisch Verheirateten die Kloschüssel mit Wackelpudding gefüllt worden war …

25 Jahre also. Eigentlich haben wir uns ja ganz gut gehalten, wenn man mal dieses Foto:

… mit diesem hier vergleicht:

Oder?

(Das Datum haben wir übrigens nicht auf den 14. Februar gelegt, weil heute dieser Valentinstag ist, mit dem haben wir nix am Hut, sondern weil das terminlich so gut passte.)