Dezember 2025

In den letzten Wochen war hier nichts zu lesen. Mir war nicht nach Schreiben zumute, denn mein Bruder ist gestorben, und meine Gedanken drehten sich um anderes als diesen Blog, und das tun sie auch immer noch sehr häufig.
Ich bin jetzt die Letzte bzw. die Einzige, die von unserer Familie noch übrig ist. Meine Eltern sind tot, und nun ist auch der letzte meiner drei Geschwister gestorben. Ein weiteres Loch in dieser Welt.

Zum Jahresende will ich wenigstens kurz noch einmal über diesen Monat berichten.
Außer den trüben Gedanken gab es auch Sonnenschein:

… Nebel:

… rosa Himmel, mal morgens, mal abends (Fotos von Leo):

An einem Abend hat Leo etwas unglücklich „geparkt“, und ich bin hingefahren und habe versucht, ihn bzw. den Trafic zu befreien:

Unser „kleines“ Auto hat das aber nicht geschafft, also musste der Trafic über Nacht dort bleiben und wurde am nächsten Morgen von einem Abschleppwagen einer Werkstatt hier aus dem Ort herausgezogen:

Schnee gab es hier nicht. Aber Schneemänner.

Ich habe zwei kleine und einen großen Pullover beendet:

… und einen neuen Quilt angefangen, dessen Muster hier noch nicht zu erkennen ist:

Einige (wenige) Pflanzen, die vor fast 15 Jahren mit uns von Frankfurt aus hierhin umgezogen sind, existieren noch, unter anderem eine Clivie, die im Sommer immer draußen steht und die letzten Winter im Gewächshaus verbracht hat. In diesem Winter steht sie bei uns im Wohnzimmer, und momentan blüht sie total schön, offensichtlich gefällt es ihr hier besser als in der Kälte:

Der hintere Teil unseres Gartens ist meist den ganzen Winter hindurch matschig oder steht richtig unter Wasser. Leo hat jetzt angefangen, Entwässerungsgräben zu ziehen, in die dann Rohre gelegt werden, durch die das Wasser besser abfließen kann.

Mit großem Interesse und ein wenig Neid habe ich bei Frau Brüllen von ihrem neuen Birdbuddy gelesen. Nachdem ich dann mal recherchiert habe, was sowas kostet, habe ich mich aber entschlossen, weiterhin Fotos mit einer normalen Kamera zu machen, von denen dann halt immer maximal 3 Prozent zu gebrauchen sind, weil die Vögel meist zu schnell für den Kameraauslöser sind. Oder das Geld in ein neues Handy zu investieren.

Elly ist momentan im Wald kaum zu erkennen, da sie die gleiche Farbe hat wie der trockene Farn:

Vollmond:

Ich habe das ganze letzte Jahr über auf meinen Hundespaziergängen Fotos von immer der gleichen Stelle aus gemacht, mit einem Weinfeld im Vordergrund und dem Kirchturm unseres Ortes im Hintergrund. Diese Fotos habe ich jetzt zu einem Filmchen zusammengestellt, so dass ein Jahresverlauf entstanden ist. Wer sich das fünfeinhalb Minuten lang anschauen möchte, bitteschön:


Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button von dort geladen und abgespielt.

Wer nicht so lange Zeit hat: auf Instagram gibt es auch eine 20-Sekunden-Schnelldurchlauf-Version.

Wie ich gestern in einem arrêté préfectoral, einem Erlass des Präfekten unseres Départements las, ist es hier bis zum 2. Januar 2026 verboten, Feuerwerksartikel aller Kategorien zu kaufen, zu verkaufen, bei sich zu haben und – die Hauptsache: zu verwenden! Das finde ich super, und die Hunde heute abend bestimmt ebenso. Ich bin sehr gespannt, ob sich die Knallköppe hier in der Straße daran halten – und befürchte, dass sie es nicht tun werden.

Ganz so kurz wie zu Anfang angekündigt ist dieser Dezember-Bericht nun doch nicht geworden.
Allen, die hier mitlesen, alles Gute für 2026! Auf dass euch keine gesundheitlichen oder sonstige Katastrophen passieren und das Leben ab und zu auch mal eine nette Überraschung parat hat!

Kommentare:

  1. Liebe Barbara,
    mein aufrichtiges Beileid. Einen lieben Menschen zu verlieren ist immer schlimm. Ich wünsche dir viel Kraft für die schwere Zeit und Menschen, die dich begleiten und deine Trauer aushalten.
    Das Böllerverbot bei euch ist eine tolle Sache, hier in D sind wir noch lange nicht so weit.

    LG und für das kommende Jahr wünsche ich dir alles erdenklich Gute, Heike

  2. Das tut mir Leid zu lesen. Verständlich, dass du keine Lust hattest zu schreiben. Danke, dass du dich dennoch gemeldet hast. Ich wünsche euch einen guten Übergang. LG

  3. Liebe Barbara, welch traurige Nachricht!
    Mein herzliches Beileid – Geschwister können so oder so sein, aber dass sie nicht mehr da sind, ist kaum vorstellbar. Ich wünsche dir einen guten Weg durch die Trauer.
    Stille Grüße
    Britta

  4. Ich war ganz traurig, als die Nachricht „Pause“ kam, und dachte mir schon so Etwas. In diesem Sinne: Alles Liebe und vor allen Dingen für Dich und Deinen Mann viel Gesundheit und Glück. Ich lese schon eine Weile mit, weil ich Eure Entscheidung, auszuwandern, toll fand. Und Du schreibst so schön. Viele Grüße aus Berlin von Sonja

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