Die 26. Woche 2026

Alle reden über das Wetter – ich auch: Montag und Dienstag war es auch in Fribourg sehr heiß, 30 bis 35°, während es bei Leo in Cissac über 40° waren.
Montag habe ich mich kaum draußen aufgehalten und wenig anderes gemacht außer Lucas von der Schule abzuholen und nachmittags zum Sport (der trotz Hitze stattfand) hinzubringen und wieder abzuholen. Allerdings waren diese Wege sehr steil, teils mit, teils ohne Treppen – ich habe in der Schweiz vermutlich so viele Höhenmeter bewältigt, wie sonst nicht während des restlichen Jahres hier in Frankreich.
Dienstag war dann schon wieder Heimreise angesagt, erst mit dem Zug bis nach Genf (während der Fahrt gab es eine Durchsage, in der man sich entschuldigte, dass der Zug 3 Minuten Verspätung hatte 😄 ), dabei ging es wieder am Genfer See entlang, über dem diesmal keine dicken Gewitterwolken hingen. Das ist wirklich eine wunderschöne Gegend. Hier sind auch die Weinberge gut zu sehen:

Der Flug ab Genf startete mit einer Stunde Verspätung. Ein letzter Blick auf den Genfer See:

Schweizer Berge in der Abendsonne:

Der Pilot sagte nach der Landung, die Temperatur in Bordeaux sei 40 Grad. Um halb zehn abends! Leo holte mich ab, und während wir nach Hause fuhren, sank die Außentemperaturanzeige des Autos langsam auf 28 Grad, immerhin.

Mittwoch war dann nochmal ein ebenso heißer Tag. Außer Hundespaziergängen frühmorgens und spätabends haben wir hauptsächlich hinter geschlossenen Jalousien gesessen oder gelegen und mehr oder weniger nichts gemacht.

Donnerstag Temperatursturz, nur noch 39 Grad. Morgens wehte sogar ein angenehmer, kühler Wind, der aber dann später auch heiß wurde. Ansonsten verlief der Tag ähnlich wie Mittwoch. Morgens beim Spaziergang war ich froh, als ich abbiegen konnte auf das Stück des Weges, das im Schatten lag:

Außerdem habe ich einen Kuchen gebacken. Damit es nicht zu kalt wird in der Küche 😄

Nachts hat es gewittert, mit heftigen Blitzen. Am Freitag war es dann morgens sehr angenehm draußen, und ein wenig diesig.

Am Samstag waren wir abends auf einem privaten Konzert der Band Vagues de Jazz, das sind fünf nicht mehr ganz junge Jazzmusiker, die total schöne Musik gemacht haben. Anschließend gab es Galettes (an deren Produktion Leo beteiligt war) und nette Gespräche unter dem Sternenhimmel.

Die Temperaturen sinken so langsam, am heutigen Sonntag waren es keine 30 Grad mehr – wie angenehm. Nachmittags war ich noch kurz in der Galerie im Nachbarort, um die aktuelle Ausstellung zu sehen.

Was sonst noch war in dieser Woche:
Ich habe mir in der Schweiz ein Tattoo machen lassen:

Nein, kein permanentes 😄 es geht mit der Zeit wieder ab. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich für ein permanentes vermutlich ein anderes Motiv gewählt hätte, würde ich mir sowieso gar kein „richtiges“ Tattoo machen lassen, da ich viel zuviel Angst vor dem Gepiekse hätte.

Auf einem unserer beiden Wildblumenbeete, von denen ich ja schon öfter geschrieben habe, sind interessante Blumen aufgetaucht:

Das ist Schlafmohn, papaver somniferum, dessen Anbau in Deutschland ohne Genehmigung der Bundesopiumstelle verboten ist 😯. Hier darf man ihn anbauen. Die Samen haben sich ganz harmlos in einer der Samen-Mischungen versteckt. Es sind auch welche mit hellen Blüten dabei:

Sie sehen toll aus, aber die Blüte hält nicht lange an. Mal sehen, was wir mit den Samenkapseln machen … 😄

Auch die Sonnenblumen fangen schon an, zu blühen:

Auf Netflix gab es (hier zumindest) die 5. Staffel von Yellowstone nicht zu sehen. Da wir die ersten vier gesehen hatten, hat uns die letzte natürlich auch interessiert. Nun gab es hier grad ein supergünstiges Angebot für Paramount+ über zwei Monate, wo sowohl die letzte Staffel läuft, als auch die anschließende „Dutton Ranch“ – was ich natürlich wahrgenommen habe. Nach den zwei Monaten werden wir es aber wohl wieder kündigen, da das Angebot dort nicht so umwerfend ist.

Zum Schluss noch etwas zu einer Sache, die in dieser Woche durch diverse Medien ging. Mir war zunächst bei Instagram mehrfach ein Ausschnitt aus der letzten Sendung von Dieter Nuhr angezeigt worden, danach gab es überall etwas darüber zu lesen. Normalerweise meiden wir die Sendungen von Herrn Nuhr. Manchmal erwischen wir beim Zappen aber zufällig trotzdem eine, bleiben einen Moment dort hängen und hören entgeistert, was er von sich gibt, können absolut nicht darüber lachen und zappen schnell weiter.
Da ich wissen wollte, was er an diesem Abend genau gesagt hat, habe ich es mir angetan, diese Szene in der ARD Mediathek anzuschauen. Wer nicht weiß, worum es geht: Nuhr sagte, es gebe „etwa 300 bis 350 Frauenmorde jedes Jahr, und das seien natürlich 300 bis 350 zu viel, ABER auf der anderen Seite gebe es Millionen von Männern, daher sei die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Frauenmörder zu treffen, praktisch null. Und zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, den Partner vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenzulernen, vielleicht auch einfach mal fragen, ob er nebenberuflich als Frauenmörder tätig sei.“
Lange nicht mehr so etwas widerliches gehört. Mal ganz davon abgesehen, dass es in den meisten Fällen ja keine fremden Männer sind, die Frauen ermorden, sondern Bekannte oder Familienmitglieder, ist es absolut inakzeptabel und zum Kotzen, Femizide als Comedy-Thema zu missbrauchen und ins Lächerliche zu ziehen. Und das Publikum, auch das weibliche, lachte und klatschte dazu. Ich verstehe es nicht. Wie kann man sowas komisch finden? Ich finde es abscheulich.

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