Die 40. Woche 2026

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es gewittert, und Gewitter bedeutet: panische Elly. Ich habe im Wohnzimmer übernachtet (geschlafen kann man das nicht nennen), damit sie nicht völlig durchdreht und Leo wenigstens in Ruhe schlafen konnte. Den fehlenden Schlaf habe ich nachmittags nach der Physiotherapie nachgeholt.

Von Montag auf Dienstag dann wieder Gewitter, wobei ich dieses Mal schlafen konnte und Leo dem Tier emotionalen Beistand geleistet hat.
Nachmittags war ich als Begleitung mit in Bordeaux, mit anschließendem Spaziergang um einen der schönen Seen bei Avensan. Das erste Foto oben ist auch von dort.

In der Mitte des Sees ist eine kleine Insel. Der Wasserstand ist durch die Trockenheit so niedrig, dass man trockenen Fußes über die kleine Sandbank, die da zu sehen ist, auf die Insel gehen könnte.

Beim schnellen Einkauf vorher war ich ziemlich geplättet, als ich dieses hier sah:

5 Euro für ein Kilo Tomaten 😯 Da es keine Alternativen gab, musste ich sie wohl oder übel nehmen.

Dienstag Abend war mal wieder Besuch hier zum Doppelkopf-Spielen.

Mittwoch früh habe ich Elly ins Auto gepackt, habe das Auto zur Werkstatt gefahren zwecks Ölwechsel und bin zu Fuß mit ihr zurückgelaufen. Gaston ist momentan morgens nicht für längere Spaziergänge zu begeistern, daher habe ich ihn gleich zu Hause gelassen.
Die Trauben in den „verwahrlosten“ Weinfeldern werden ganz schrumpelig:

Donnerstag, schon ist wieder Oktober. Wir waren bei Ikea.

Danach wollten wir zu Eurasie. Dafür hatten wir uns offensichtlich den blödesten Tag des Jahres ausgesucht:

Inventur.
Beim Tanken hatten wir mehr Glück. Letzte Woche hatten wir ja den Trafic mit Diesel zu 2,39 pro Liter betankt, nun hatten wir mit unserem anderen Auto eine Tankstelle erwischt, an der der Liter 2,25 kostete. Dafür war nach 25€ Schluss, es kam nichts mehr aus der Zapfpistole. Da aber kein Hinweis irgendwo zu sehen war, dass man nicht für mehr als 25€ tanken darf und meine Kreditkarte auch ein zweites mal akzeptiert wurde, habe ich einfach nochmal neu gestartet und den Tank komplett befüllt. Außer Diesel gab es übrigens nichts an der Tankstelle:

Als wir wiederkamen, war in der Zwischenzeit in unserer Straße ein Streifen aufgefräst worden, der Anfang der Woche wegen der Wasserrohr-Arbeiten markiert worden war:

Freitag Schreibtischarbeit, Samstag und Sonntag nichts Besonderes.

Gemüseernte. Es ist nicht so, dass Leo spezielle Mini-Zucchini, -Paprika und -Auberginen angebaut hat, sie werden einfach nicht größer:

Huhn mal wieder:

In dieser Woche habe ich mich längere Zeit damit beschäftigt, mit Meldeämtern in diversen deutschen Städten Kontakt aufzunehmen. Vor einiger Zeit hatte ich ja hier im Blog geschrieben, dass die deutsche Rentenversicherung mir mitgeteilt hatte, dass ich Rente beantragen könne für die paar Jahre, in denen ich angestellt gearbeitet hatte. Den Antrag hatte ich online gestellt und daraufhin eine Mitteilung erhalten, dass er nun in Bearbeitung sei. Ich dachte, das ist dann wohl alles und läuft nun, aber nein, nach mehr als vier Monaten meldete sich dann erst meine frühere deutsche Krankenversicherung mit diversen Fragebögen, und dann nochmal die Rentenversicherung. Sie schrieb mir an eine Mail-Adresse, die ich eigentlich gar nicht mehr nutze – keine Ahnung, woher sie die haben. Und da ich jetzt im Ausland lebe, zumindest von Deutschland aus gesehen, wollen sie zwecks Anerkennung von Kindererziehungszeiten von mir wissen, wo genau ich vor 30 bis 40 Jahren gewohnt habe. Bei meinem unsteten Lebenswandel damals weiß ich das doch jetzt nicht mehr – häufiger mal umgezogen, wechselnde WGs, manchmal gar nicht an- oder umgemeldet. Deswegen also meine Kontaktversuche zu insgesamt vier Meldeämtern. Spitzenreiter in Bezug auf Schnelligkeit war eindeutig der Fachbereich Ordnung, Fachdienst Einwohnerangelegenheiten der Stadt Göttingen, von denen habe ich zehn Minuten nach meiner Anfrage eine Antwort per Mail bekommen. Sie hatten allerdings leider für den Zeitraum keine maßgeblichen Daten von mir.
Vom zweiten Ort kamen erst falsche Angaben, und auf mein Nachfragen kam eine Korrektur sowie die Kopie einer mit Schreibmaschine ausgefüllten Karteikarte. Ist ja schon irgendwie verrückt – sowas war damals halt noch nicht digitalisiert, und das Internet zur schnellen Datenweitergabe existierte noch nicht.
Bevor ich das Meldebüro eines kleinen Örtchens, das auch in Frage kam, kontaktierte, meinte ich noch zu Leo, „Na ob die da überhaupt schon E-Mail kennen“, und in der Tat hörte ich drei Tage lang nichts von ihnen. Ich rief dann schließlich dort an und erfuhr, dass ich eine lückenhafte Meldekette habe. Ich liebe Behördendeutsch. Mit dem Bescheid aus Göttingen konnte ich ein wenig zur Klärung beitragen und mir wurde zugesagt, dass die Meldebescheinigung bald ausgestellt werde. Als ich darum bat, sie mir per Mail zu schicken, zögerte die Frau erst und meinte dann, ja, sie könne sie mir einscannen. Ich bekam sie dann am gleichen Tag noch, eingescannt als mehrere JPG-Dateien 🙄 Aber immerhin.
Meine gesammelten Daten, die ein ziemliches Gewirr aus Abmelde-, Rückmelde-, Haupt- und Nebenwohnungen sind, habe ich nun zur Rentenversicherung geschickt. Da kam gleich eine Autoresponder-Mail zurück, dass nur bestimmte Dateianhänge, unter anderem PDF, akzeptiert seien. Da ich nur PDF geschickt hatte (ja, auch die 4 JPG umgewandelt), war ich ein wenig verwirrt und habe alles nochmal geschickt, woraufhin die gleiche Autoresponder-Mail kam. Ich warte jetzt mal ein paar Tage ab, bis ich dort nachfrage. Mal sehen, was als Nächstes Spannendes passiert.

Bis nächsten Sonntag!

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