Die 39. Woche 2025

Montag, 22. September:

Schon ab dem frühen Morgen waren heute die Trauben-Erntemaschinen auf dem großen Weinfeld hinter unserem Garten zu hören. Als ich später mit den Hunden dort entlang ging, war die Arbeit schon erledigt, und es hingen nur noch die Trauben-Gerippe an den Weinstöcken:

Nachmittags Schreibtischarbeit.


Dienstag, 23. September:

Erinnert sich noch jemand an die Viecher, von denen ich vor ein paar Wochen hier ein Bild gezeigt habe, und die ich für Bisamratten hielt? Das war falsch, es sind keine Bisamratten, sondern Nutrias. Als ich heute morgen die Hühner aus dem Stall gelassen und ihnen ein paar Körner hingeworfen hatte, sah ich, wie eins dieser Tiere ganz gemächlich vor uns entlangspazierte:

Wie ich inzwischen gelesen habe, unterscheiden sich Nutrias von Bisamratten dadurch, dass sie größer sind, orange-gelbe große Schneidezähne, einen rattenähnlichen Schwanz und Schwimmhäute an den Hinterpfoten haben. Das Tier ging dann ganz langsam ganz nah an uns vorbei, so dass ich die Schwimmhäute gut sehen konnte:

Ich war kurz versucht, es anzufassen. Aber nur ganz kurz – die orange-gelben riesigen Schneidezähne hatte ich bei einer der ersten Begegnungen schonmal gesehen und wollte nicht in Gefahr laufen, nähere Bekanntschaft mit ihnen zu machen. Nebenbei bemerkt: Ich kann mich noch entsinnen, dass meine Mutter mal vor langer langer langer Zeit eine Nutria-Pelzjacke hatte (ja, ich weiß, fürchterlich 😒 ), die sah wirklich original so aus wie das Fell von diesem Tier. Also wenn ich jetzt an Reinkarnation glauben würde …. Scherz.

Dann ging es sehr merkwürdig weiter. Ich verließ den Gemüsegarten, da kam mir ein Huhn entgegengelaufen, ziemlich durchnässt:

Das arme Hühnchen muss irgendwo draußen übernachtet haben, wieso auch immer. Es ist mir sehr bereitwillig in den Gemüsegarten gefolgt und hat sich erstmal über ein paar Körner hergemacht.

Nachmittags war ich bei meiner ersten Physio-Session, das tat sehr gut, aber auch weh. Anschließend waren wir eingeladen zum Apfelstrudel-Essen. Der Apfelstrudel war total lecker, und der Nachmittag sehr lustig.


Mittwoch, 24. September:

Nachmittags habe ich den zweiten Reste-Streifen-Quilt fertig genäht, ein wenig gearbeitet und so dies und das gemacht.

Es regnet nicht mehr und die Temperaturen sind um die 15 Grad, so mag ich das:


Donnerstag, 25. September:

Heute war ich zum zweiten mal bei der Kiné.

Sie kommt übrigens aus Deutschland, ist aber schon lange hier. Ich finde das ganz angenehm, mich in deutsch verständigen zu können, wenn es um irgendwelche Krankheiten bzw. körperliche Probleme geht.

Der Rest des Nachmittags verging für mich am Schreibtisch.


Freitag, 26. September:

Leo ist seit ein paar Tagen dabei, in der Garage aufzuräumen und Platz zu schaffen, der für den Tausch der Heizungsanlage gebraucht wird. Zwischendurch hatte er Zeit, mir die zwei Streifenquilts zum Fotografieren hochzuhalten:

So langsam gehen mir die weißgrundigen Stoffreste aus.

Als ich mit den Hunden zum Spaziergang startete und an der Straße entlang ging, stand am Weinfeld alles bereit für die Ernte:

Als wir zurückkamen, waren jede Menge Leute eingetroffen und fingen grad mit der Ernte an. Die Wolken hatten sich inzwischen bedrohlich zusammengezogen, aber geregnet hat es – zum Glück für die Weinerntenden – nicht.

Nachmittags mal wieder drei Hühner ertappt, die irgendeinen Weg aus ihrem abgezäunten Bereich gefunden und sehr begeistert unter dem Feigenbaum gescharrt haben:

Jetzt geht wieder die Suche nach einem Loch im Zaun los 🙄


Samstag, 27. September:

Heute war T-Shirt-Wetter, warm, kein Regen. Eine gute Gelegenheit, alles mögliche im Garten zu machen, was wir auch getan haben.

Wir haben einen Kaki-Baum im Garten, an dem zur Zeit einige Früchte hängen. Noch sind sie nicht reif:


Sonntag, 28. September:

Leo war fleißig und hat weiter in der Garage geräumt. Für mich war es ein blöder Tag; ich habe den ganzen Nachmittag am PC verbracht, um ein Problem zu lösen, aber irgendwo hakt es und ich komme nicht weiter. Aber für heute und für diese Woche ist jetzt erstmal Schluss. Morgen ist ein neuer Tag.

Kommentare:

  1. Moin,
    uns sind die vielen Nutrias schon im vergangenen Jahr aufgefallen. Die Leben zu Teil in den Entwässerungsgräben entlang der Straßen. Gerade wenn man im Medoc in etwas ruhigeren Ecken unterwegs ist und aufmerksam in die Straßengräben schaut läßt sich das ein oder andere Tier entdecken. Manchmal auch umgefahren am Straßenrand. Je nachdem wie die Vegetation dort ist fallen dort mehr oder weniger Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer.
    Grüße aus Nordhessen von Gabi & Martin

    1. Hallo Martin, ja, in Gräben sehen wir sie auch öfter mal. Uns wäre es lieber, sie würden in den Gräben bleiben, statt sich bei uns niederzulassen 🙄
      Grüße zurück!

  2. Sag einmal, da ich dieser Tage bei der Abi-Nachtreffens-Vorbereitung darüber gestolpert bin, dass eine Mitschülerin mittlerweile in der Nähe von Bordeaux Physio macht: heißt sie eventuell Sandra?

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