Seit April haben wir ja nun eine funktionierende Wärmepumpe. Wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, dass der Einbau sich sehr, sehr hingezogen hat und Einbautermine mehrmals verschoben wurden. Aber nicht nur der Einbau verzögerte sich immer wieder, sondern nach dem endlich erfolgten Einbau erhielten wir auch keine endgültige Rechnung. Wir hatten zwar eine Anzahlung über die Hälfte des Kostenvoranschlags geleistet, aber die andere Hälfte des Geldes wollte der Einbauer offensichtlich nicht haben. Im Juni hatte ich sogar mal nachgefragt, wo die Rechnung bleibt, ohne Antwort.
Unter gewissen Voraussetzungen werden Wärmepumpen-Einbauten hier in Frankreich bezuschusst. Diese Voraussetzungen erfüllen wir, können aber ohne eine Rechnung und ohne diverse Formulare, die er uns noch nicht ausgefüllt zurückgegeben hat, den Zuschuss nicht beantragen. Daher haben wir hin- und herüberlegt, ob wir uns einfach gar nicht mehr bei ihm melden und einfach die nicht in Rechnung gestellte Hälfte des Betrags stillschweigend als „Zuschuss“ nehmen. Aber wahrscheinlich sind wir zu deutsch. Deshalb habe ich ihm letzte Woche nochmal geschrieben. Es antwortete recht schnell eine Frau, die die Rechnung mailte – also offensichtlich hat er nun eine Angestellte. Aber die Formulare schickte sie nicht. Und auf meine Mail mit der Bitte, uns diese zu schicken, ebenso wie einen Wartungsvertrag, denn ohne Wartung keine Garantie, kam keine Antwort. Mal sehen, wann eine Mahnung für die Rechnung kommt.
Sonst so diese Woche:
Am Montagmorgen war Gaston nicht dazu zu bewegen, zum Spaziergang mitzukommen, also bin ich mit Elly alleine gegangen. Zuerst zwecks Desensibilisierung wegen des Stromschlags letzte Woche an dem Elektrozaun vorbei mit den Schafen dahinter (siehe erstes Foto oben), wobei sie immer noch möglichst weit entfernt vom Zaun geht, und das möglichst schnell. Dann eine etwas weitere Strecke durch den schönen Herbstmorgen:

In den Weinfeldern, um die sich niemand mehr kümmert, hängen Unmengen von Trauben:

Offensichtlich sind nicht mal irgendwelche Vögel daran interessiert.
Das nicht mehr ganz so heiße Wetter am Montag haben wir zum Rasenmähen (Leo) bzw. -sensen (ich) genutzt. Ich habe auch bei den Hühnern gesenst, und sie sind mir dabei ständig zwischen den Füßen herumgewuselt, denn so frisch abgemähtes Zeug schmeckt wohl besonders gut.

Außer dem Huhn, das nun regelmäßig im Garten außerhalb des Hühner-Zauns herumläuft, war heute ein zweites dort unterwegs. Es hat sich wohl bei dem anderen abgeschaut, wie man über den Zaun fliegt.
Ich bin hellauf begeistert vom Wetter. Gefühlt wird es im September nach dem Marathon immer ganz plötzlich viel kühler; wo es gestern noch im T-Shirt zu warm war, braucht es heute eine Jacke. Mittwochmorgen beim Spaziergang war es fast zu kalt, auch mit Jacke – was ist das schön 😊

Ich fühle mich versucht, Socken anzuziehen, kann mich aber im Moment noch beherrschen.

Unsere Straße, die vor acht Jahren komplett erneuert wurde, wird nun wieder aufgerissen. Es gibt Probleme mit den Abwasserleitungen. Das Haus der Nachbarn, bei denen wir kürzlich abends waren, liegt am tiefsten von allen Häusern hier in der Straße. Bei Regen haben sie regelmäßig das Problem, dass aus dem Gulli vor ihrem Haus Wasser bzw. Abwasser hochsteigt, und bei den letzten starken Regenfällen Anfang dieses Jahres hatten sie ihren Garten voll mit den Abwässern aller Nachbarn. Den flüssigen und festen Abfällen 🤮 Ich kann es kaum verstehen, dass sie das die ganze Zeit so relativ klaglos mitgemacht haben. Seit Mittwoch sind nun zumindest schonmal Schilder aufgestellt, die besagen, dass die Straße gesperrt ist. Stimmt zwar nicht, und auch am Donnerstag war noch nix gesperrt, aber Schilder kann man doch ruhig schonmal aufstellen. Beachtet ja sowieso niemand.

Freitag morgen beim Spaziergang wurde ein Weinfeld neben dem Weg abgeerntet. Die Erntenden habe ich nicht fotografiert, muss ja nicht sein, Leute bei der Arbeit zu knipsen, aber zumindest die Behälter, die am Wegrand gestapelt waren:

Nachmittags war ich zum Einkaufen. Weihnachten naht:

Gestern, also Samstag, gab es hier 12 Fotos zu sehen. Es ist wieder wärmer geworden zum Wochenende und soll bis Dienstag noch so bleiben, mit über 30 Grad.
Heute morgen, pünktlich um kurz nach acht, ging das Geballere wieder los: Die Jagdsaison hat begonnen. Was bedeutet, dass Elly, die sowieso immer leicht panisch ist, nun die nächsten fünf Monate lang noch panischer sein wird. ☹️
Und mein Knie ist auch noch nicht wieder fit, so dass Leo heute wieder zwei mal die Hunderunden gedreht hat.
Zum Schluss noch ein Foto, das Leo von einem Foodtruck-Anhänger gemacht hat, der einmal pro Woche im „Industriegebiet“ des Ortes steht – süß, oder? :

Bis nächsten Sonntag!